It's been like forever...
Ich habe es doch tatsächlich nicht mehr geschafft, im Dezember meinen Eintrag zu erweitern. Dabei hätte ich so viel zu erzählen gehabt! Nun werde ich versuchen das Ganze im Februar für euch zusammenzufassen, was ich so in etwa seit Mitte/Ende November so alles erlebt habe. Es gab gefühlsmäßig ein paar Höhen und Tiefen. Natürlich möchte ich meine Höhen hervorheben und dazu gehören definitiv meine nachgeholte Geburtstagsfeier im Beehive, Weihnachten und Neujahr in LA, der Skitrip in New Hampshire und natürlich unser Kanada Trip bei Minusgraden!
Nun, im Grunde genommen habe ich kurz vor meinem Trip in New York aufgehört von meinen weiteren Erlebnissen zu berichten. Das Thanksgiving weekend im November kam, ich fuhr nach NYC zum dritten Mal in meinem Leben, um Glenda - meine Mitbewohnerin aus der Mönchwörthstrasse in Mannheim - und ihre Freundin Lyly zu treffen. Dank Glenda hatten wir eine Unterkunft in Queens bei einem Asian American und seiner Chinese American Frau organisiert, so dass ich dieses Mal New York als sehr authentisch erlebt hatte und die Stadt fing während diesem Trip auch langsam an, mir zu gefallen. Trotzdem müsste ich nicht unbedingt dort wirklich LEBEN. Ich fühle mich dort wie in einem Entwicklungsland (ohne in irgendeiner Weise diskriminierend sein zu wollen), das teuer ist und sich eine supertolle und schöne Metropole nennt. Ach ja?! Wenn man viel, viel Geld hat, um sich den Luxus à la "Heidi Klum" oder ähnlichen Persönlichkeiten leisten kann, dann vielleicht. Ansonsten finde ich die Aussicht auf dreckige Strassen, Abgase, die Enge und die New Yorker Ratten, über die ich auch schon viel gehört habe, nicht so toll und attraktiv. Aber sonst ist New York eine tolle Stadt und ich habe eine wirklich gute Zeit verlebt, am Black Friday geshoppt und bin sonst ziellos in Manhattan umhergewandert, um die weihnachtliche Atmosphäre auf mich einwirken zu lassen. Lustigerweise waren wir eine echt bunt gemischte Truppe: Lyly ist von (sorry, so genau hab ich mir das leider nicht gemerkt) Afrika und hat in Mannheim an der FH studiert, wo sie Glenda, die ursprünglich aus Singapore kommt, getroffen hat. Über Glenda habe ich, selbst eine Halb-Asiatin/Halb-Deutsche, die halt auch nicht so ganz typisch deutsch aussieht, eben Lyly kennengelernt. Da waren wir drei in der großen US Metropole und sprachen die ganze Zeit über deutsch. Teilweise fragten uns Leute dann, woher wir denn kämen. Unsere Antwort "Deutschland" erstaunte dann doch recht viele und wir fanden das eigentlich auch nur all zu ulkig.
Eine Woche danach haben wir meinen Geburtstag, den ich durch die Strassen New Yorks schlendernd verbracht habe, in Boston nachgefeiert. Mein roomie, JT, und die meisten aus der deutschen Truppe plus Brian, der Amerikaner aus dem American Studies Kurs, sind zusammen mit mir ins Beehive gegangen, um gediegen zu guter Musik ein bisschen zu feiern. Ich fand es einen schönen Abend und habe mich sehr gefreut, dass so viele dazugekommen sind zum Feiern. Und vielen, vielen Dank nochmal für die tollen Geschenke. Ich habe mich sehr über alles gefreut und auch wenn es mittlerweile schon Feber ist: Herzlichen Dank euch allen nochmal, ganz offiziell!
Und nur fürs Memo: Nach meinem Geburtstag ging es mir definitiv besser als nach Steffens Geburtstag, der wohl am 16. November rum im "33" stattgefunden hat.
Was ist dann weiterhin passiert? Hmh, tatsächlich muss ich ein wenig Revue passieren lassen. Es war Dezember - wir hatten viel für die Uni zu tun, wie ich auch in meinem vorigen Beitrag kurz anklingen ließ. Wir hatten zu Nikolaus eine Christmas Bash Party, zu der wir gewichtelt hatten. Die Party stieg mitunter zu Ehren der international exchange students, die uns nach dem Semester verließen: Die drei Kanadier, Pierre, Alex und Karine, sowie Yvonne, die deutsche AuPair-Studentin, ursprünglich aus Bruchsal und nun aus San Diego. Es war eine sehr lustige Feier, kunterbunt und durcheinander wie so häufig, sehr ausgelassen. Aber auch emotional angehaucht - auf alle Fälle bei der Überreichung der Wichtelgeschenke eines jeden und den Abschiedsreden der vier.
Ein schönes Highlight vor Weihnachten war noch das Ballet "Der Nußknacker", wofür ich zu meinem Geburtstag ein Ticket erhalten habe. Das war toll und eine schöne Ablenkung zu all dem Uni-Kram. Wie ich so gern sage: "Kleinvieh macht auch Mist, der Mist muss aber auch abgearbeitet werden." Unter dem Motto steht eigentlich vieles meines Auslandsjahres. Aber das ist ja eigentlich nur ermutigend: Alles ist machbar, wenn genug Ausdauer vorhanden ist, denn all zu schwer ist das alles wirklich nicht.
Dann kam mein wohlverdienter Urlaub: Cali!!! Ich kam einen Tag vor der Taufe Leilas bei den Johnsons an. Es war toll, wenn auch in den ersten zwei Tagen ein wenig gewöhnungsbedürftig. Nachdem ich ankam und die Kinderstimmen und den Krach erlebt habe, habe ich erst einmal daran denken müssen wie froh ich bin, keine Kinder zu haben und dass ich in den nächsten Jahren auch erst einmal keine brauche! Wie sehr schätze ich mein unabhängiges, freies Leben ohne größeren Verpflichtungen und weiteren Sorgen! Das Erlebnis hat nur wieder deutlich gemacht wie sehr ich meine jetzige Zeit genießen und tun muss, was mit Kindern einfach nur komplexer und komplizierter werden würde. Aber die Kinder-Frage ist sowieso ein ganz anderes Paar Stiefel, das ich mir hier nicht anziehen werde! ![]()
Jedenfalls, um zu den Johnsons in Cali und Weihnachten zurückzukommen, war es superschön, Weihnachten wieder dort zu verbringen. Ich brachte nur kleine Geschenke mit - bei meinem limitierten Budget als armer Student - und war sehr gerührt als ich auch so viele Geschenke von allen bekam, die ich - wie die anderen auch - am 25.12. am Kamin und unterm Weihnachtsbaum öffnen durfte. Die Urgroßmutter der Kinder sowie die Großeltern waren ebenfalls über Weihnachten da, so dass wirklich viel los war, aber nur im positiven Sinne. Géraldine habe ich dann auch endlich kennengelernt. Sie ist ja so eine offene, süße und liebe Person, so dass ich wirklich froh bin, sie persönlich kennengelernt haben zu können.
Las Vegas über Silvester hat nicht ganz geklappt für mich, aber dafür habe ich doch tatsächlich dadurch sehr viel GELD GESPART!
Stattdessen ging ich mit den Johnsons zu den Nachbarn, die noch eine weitere Familie zu dem 10 Gänge Menü geladen hatte. Das Essen war superlecker - einfach köstlich, fast ein Traum. Zu jedem Gang gab es auch einen superguten Wein. Hmh, herrlich! Was will ein (leider nur gelegentlicher) Gourmet mehr?!...
Der Abschied von den Johnsons fiel mir dieses Mal doch ein wenig schwerer. Wie ich feststellen konnte, kehre ich immer sehr gerne dorthin zurück. Und wahrscheinlich war es dieses Mal ein wenig seltsamer, weil ich nicht genau weiß, wann ich wieder zurück nach Cali zu den Johnsons gehen werde/kann. Beim letzten Besuch hatte ich mein Auslandsjahr so ein klein wenig in Aussicht. Dieses Mal ist alles offen... was sicherlich nicht bedeutet, dass es schlecht ist so wie es ist. Ausserdem hat mich babygirl Leila wieder total in meine Zeit hineinversetzt und nach einer kurzen Phase, in der ich mich wieder an einen Säugling gewöhnte, habe ich es genossen, auf sie aufzupassen, sie zu füttern, rumzutragen oder - definitv nach der Gewöhnungsphase!!! - die Windeln zu wechseln, mit ihr zu spielen etc. Schön war die Zeit... ![]()
In Boston zurück hatte ich erst einmal den Boston Blues. Ich hatte am 24.12. Julia F., meine Freundin und Kommilitonin von Mannheim, auf ihrem Roadtrip mit ihrem Freund Simon getroffen und den Tag mit ihnen verbracht. Das war sehr lustig, aber auch hier fand ich es total schade, dass sie wieder nach Mannheim zurückging sowie Heike, die von Swansea wieder nach Deutschland zurückkehrte. So war bzw. bin ich noch die einzige, die sich noch im Ausland aufhält, während meine Mannheimer Mädels nun wieder vereint sind. Zum Glück klappte es doch mit einem (günstigen) dreitägigen Skitrip nach New Hampshire. Auch wenn die Konditionen, unter denen wir Ski fuhren, sehr fern des Idealen und Optimalen lagen, hatten wir sehr viel Spass und ich habe definitiv die Lust aufs Skifahren wiederentdeckt. Andrea und ich, die "beginners", haben die eisigen Hänge bewältigt bei Regen und Nebel, am zweiten Tag auch bei Sonnenschein. Und natürlich auch unsere Mörderabfahrt, die uns erst einmal die Nerven kostete, so dass Andrea und ich nach dieser Abfahrt erst einmal jeweils ein Bier brauchten. Und fürs Memo: Mein obligatorischer erster Sturz am ersten Tag und auch der heftigste und einzige muss natürlich auch erwähnt werden: Schnee mit braunen bzw. grünen Flecken mit der Größe von ca. 1 Meter Durchmesser - Iria kriegt die Kurve vor so einem Flecken nicht mehr - Iria hofft, darüber fahren zu können - Iria schafft die Hälfte - in der Hälfte bleibt ihr linker Ski hängen - er löst sich - es beutelt sie nieder - und sie schlittert noch rücklings mit dem Kopf zuerst den Abhang noch ein ganz schönes Stück runter, weil sie in der Position einfach nicht in der Lage ist zu bremsen oder sich zum Anhalten bringen kann. Sehr lustig!
Glücklicherweise habe ich mir nichts bei dem Sturz getan und für ein paar Wochen blieb nur ein ordentlich blauer Fleck am linken Knie als Erinnerung zurück. Spass hat das Skifahren danach umso mehr gemacht, meine Pflicht war ja mit dem ersten Sturz getan. ![]()
Ca. vier Tage später sind wir nach Kanada gefahren, was ebenfalls ein wortwörtlich cooler Trip war!
