Some catching up to do

Nachdem ich es doch tatsächlich ganze zweieinhalb Monate nicht geschafft habe, an meinem Blog weiterzuschreiben, sollte ich ein wenig davon berichten, was in der Zwischenzeit alles passiert ist. Beim Kanada-Trip war ich stehengeblieben und von da an werde ich doch am besten auch weitererzählen. Enjoy!... ;-)

Was habe ich auf dem fünftägigen Trip nach Kanada erlebt: 3 Tage Montréal und 2 Tage die wundervolle Stadt Québec bei -25 °C. Wir haben unsere drei Kanadier, Pierre, Alex und Karine, wiedergetroffen. Alex hat uns (sieben Deutsche) sogar gastfreundlich in seiner WG aufgenommen, obwohl er mit seinen drei Mitbewohnern keine Riesenwohnung teilt. Dass sie uns alle auf so engem Raum ertragen haben - vielen Dank auch an dieser Stelle noch mal. Montréal war schön. Das Highlight war wohl wirklich das Abendessen bei Pierre, der uns seine Kochkünste wunderbarst unter Beweis gestellt hat. Die Stadt an sich ist sicherlich auch sehr schön, wobei ich bei dieser Kälte doch leider nicht so begeistert war. Gerne würde ich Montréal noch einmal im Sommer erleben. Mal sehen, wann ich das verwirklichen kann. Québec ist dagegen einfach bezaubernd, auch bei  -25°C. Für ein romantisches get-away sicherlich zu empfehlen; dafür würde ich sie sofort empfehlen, egal bei welcher Jahreszeit! :-)

Dann kam Februar. Anfang Februar fand der Superbowl Sunday statt, der in meiner WG zusammen mit meinen Mitbewohnern Linh und JT gehostet wurde. Anschließend war lange Zeit nur wieder Uni und Alltag angesagt. Davon abgesehen wurde ich hier tatsächlich zwei Mal richtig krank in Februar und Anfang März, so dass ich ohnehin mit unspektakulärem Auskurieren meiner Grippe beschäftigt war.

Mitte März war dann Spring Break, zu der mich Gerrit in den USA besuchen kam. Alle die Gerrit noch nicht kennen, hier ein Bild für euch. Und sagt bitte alle schön "Hallo Gerrit."

Mit Gerrit zusammen habe ich weniger Boston, aber eher New York und Cape Cod sowie die Outlet-Mall in Wrentham unsicher gemacht. Das war ein Spass! :-) Die Woche ging viel zu schnell rum - leider. Dann hieß es wieder zurück in den Alltag und Uni. Ansonsten habe ich beschlossen, meine Idee volle 12 Monate in den Staaten zu bleiben zu verwirklichen. Ob das so eine tolle Idee war - das habe ich mich teilweise angesichts meiner finanziellen Lage doch gefragt nachdem ich meine Entscheidung beschlossen und meinen Flug umgebucht hatte. Aber diese Idee war schon lange in meinem Kopf. Ausserdem wollte ich Boston noch mal im Sommer erleben. So habe ich die Stadt das erste Mal erlebt und quasi kennengelernt und so finde ich sie ehrlich gesagt auch am schönsten. Irgendwie wird es also finanziell schon hinhauen. Und zur Not geht ja an der Strassenecke auch noch immer was. ;-) (Nicht erschrecken, das war in der Tat ein wenig Zynismus und Sarkasmus meinerseits.)

Mittlerweile hat sich auch die Situation ein wenig geklärt: JT wird im Sommer nach Nantucket gehen zum Arbeiten, so dass ich in sein Zimmer ziehen kann und bisschen an Miete einsparen werde. Dafür werden wir für mein Zimmer einen Zwischen- oder sogar Nachmieter schon für Sommer suchen. Und nachdem gestern ein superherrlicher, sonniger und fast schon wieder schwül-warmer Tag in Boston war, bin ich davon überzeugt, dass meine Entscheidung nicht verkehrt war. Sicherlich nicht die bequemste Entscheidung - ich hätte so wie alle anderen Austauschstudenten heimgehen können, um mich finanziell nicht zu sehr zu strapazieren. Aber was soll's. Langsam beginne ich das Leben zu leben. Egal was kommt, irgendwie wird es gut gehen. Vielleicht auch ein Stück weit Grenzerfahrung erleben zur Eigentherapie oder so.

Ansonsten überlege ich ein wenig, in wie weit mich die Eindrücke und Erlebnisse hier doch mehr zu prägen scheinen als ich ursprünglich angenommen habe. Nachdem ich mit der Einstellung herkam, dass ich mal ein Jahr Uni an der Ostküste der USA durchziehen werde, habe ich über die Einstellung manch anderer schmunzeln müssen. Für die, die es die erste Erfahrung gewesen ist, von zuhause auszuziehen und in einer WG zu leben, noch dazu im Ausland, sollte es das Jahr ihres Lebens werden. Naja, das könnte ich nicht über mein Jahr in Boston sagen. Dazu habe ich schon größeren Spassfaktor in einer für mich angenehmeren Klimazone erlebt!

Aber ich habe bemerkt, dass beispielsweise meine Kurswahl doch etwas stärker Einfluss auf mich genommen hat als ich erwartet hätte. Mein Interesse ist nicht nur geweckt, sondern wird auch quasi "genährt." So lerne ich auch viel viel mehr über die asiatischen Länder und deren Geschichten. Zur Zeit denke ich viel darüber nach, was ich alles mit diesen Eindrücken anstellen soll oder könnte. Ich bin noch zu keinem Entschluss gekommen. Aber insofern kann ich nur die Zwischenbilanz ziehen, dass sich das Auslandsjahr für mich auf alle Fälle persönlich und in gewisser Weise auch akademisch gelohnt hat. Auch wenn ich gerade in der Winterzeit nach Weihnachten gar keinen Bock mehr auf Boston und das kalte Wetter hatte, sondern nur schnell wieder nach Mannheim zum Fertigstudieren wollte. Mittlerweile bin ich ein wenig gespannt und "anxious", wie sehr mich die Umgewöhnung an Deutschland und Mannheimer Unimentalität wieder prägen wird. Wir werden sehen...

Trackbacks

    No Trackbacks

Comments

Display comments as (Linear | Threaded)

    No comments


Add Comment


Standard emoticons like :-) and ;-) are converted to images.
E-Mail addresses will not be displayed and will only be used for E-Mail notifications

To prevent automated Bots from commentspamming, please enter the string you see in the image below in the appropriate input box. Your comment will only be submitted if the strings match. Please ensure that your browser supports and accepts cookies, or your comment cannot be verified correctly.
CAPTCHA

Enclosing asterisks marks text as bold (*word*), underscore are made via _word_.